Wie pflege ich meinen Rollrasen – modern & einfach erklärt
Mit Rollrasen umgehen Sie die typischen Startprobleme einer Neuansaat. Die aufwendige Anzucht übernehmen Die Mitglieder des Verbandes für Sie. Damit Ihr Rasen langfristig dicht, gesund und belastbar bleibt, kommt es auf die richtige Pflege an. Die folgenden Hinweise helfen dabei – auch dann, wenn Sie bereits einen bestehenden Rasen haben.
Mähen
Die richtige Schnitthöhe sorgt für einen dichten, strapazierfähigen Rasen. Schneiden Sie stets auf eine Länge von 3,5 – 5,0 cm. Bei sommerlicher Hitze nehmen Sie die Schnitthöhe um etwa 1 cm herauf.
Weitere Tipps:
- Mähen Sie, sobald der Rasen 1–2 cm gewachsen ist
- Häufigkeit: alle 7–10 Tage, bei starkem Wachstum öfter
- Zu hoher Rasen? Schneiden Sie ihn in Etappen über mehrere Tage auf die normale Länge
- Erster Schnitt: je nach Wetter ab März, letzter Schnitt: etwa im November
Wichtig: Entfernen Sie regelmäßig Schnittgut und Laub – das beugt Rasen-Krankheiten und Winterschäden vor.
Ihr Rasenmäher
- Bis 100 m²: mechanische Spindelmäher oder kleine akkubetriebene Sichelmäher sind ausreichend
- Bei größeren Flächen sind elektrisch motorisierte Mäher oder mit Verbrennermotor ausgestattete Geräte empfohlen
- Besonders komfortabel: Mähroboter, die Ihren Rasen kontinuierlich in Form halten. Das Schnittgut verbleibt dabei auf der Fläche.
Bewässerung
Im Sommer verbraucht Rasen täglich etwa 3-5 Liter Wasser pro m². Entscheidend ist nicht, wie oft Sie gießen, sondern das durchdringend beregnet wird. Wässern Sie früh morgens oder abends, wenn sich die Halme nach dem Betreten nicht mehr aufrichten (Welkepunkt des Rasens).
- Geben Sie einmalig 10–20 Liter pro m². Ein einfacher Regenbecher kann beim Messen der Beregnungsmenge sehr hilfreich sein.
- Auch in sommerlichen Hitzeperioden reichen meist 1–2 intensive Wassergaben pro Woche.
Wichtig: Häufiges, oberflächliches Gießen schadet dem Rasen. Es führt dazu, dass die Wurzeln der Gräser flach bleiben – der Rasen wird falsch mit Wasser verwöhnt und deutlich anfälliger für Trockenheit.
Düngung
Ein gesunder Rasen produziert jährlich bis zu 10 kg Grünmasse pro m² – entsprechend hoch ist sein Nährstoffbedarf.
- Verwenden Sie einen vollwertigen NPK-Rasendünger mit Langzeitwirkung, der auch Eisen und Magnesium enthält
- Optimal sind 3–5 Düngegaben pro Jahr. Bei Langzeitdünger genügen 3 Gaben jährlich
- Eine zusätzliche Gabe eines Herbst-Rasendüngers mit reichlich Kalium im Spätherbst stärkt die Frostresistenz
Vertikutieren
Es ist in der Regel im Privatgarten nicht ratsam, Rasen zu vertikutieren. Oft wird jedoch von interessierter Seite zum Vertrieb von Motorgeräten Anderes behauptet. Erst nach vielen Jahren, und wenn tatsächlich eine Verfilzung aufgetreten sein sollte, kann vertikutiert werden. Wird unnötigerweise oft vertikutiert, kommt es zu Schäden in der Rasennarbe und Unkraut kann sich im Rasen etablieren. Viele Probleme in Rasenflächen kommen durch Unterversorgung mit notwendigen Nährstoffen, und können mit einer Düngergabe aber nicht mit dem Vertikutierer behoben werden.
Die beste Zeit um zu Vertikutieren ist das Frühjahr (Mai/Juni). Der Boden soll dazu gut abgetrocknet sein und der Rasen ist im Wachstum (ca. 10–14 Tage zuvor düngen).
So gehen Sie vor: Messer/Zinken so einstellen, dass sie den Boden nicht berühren, Fläche kreuzweise bearbeiten und im Nachgang das gelöste Material gründlich entfernen. Nach etwa 6 Wochen ist der Rasen wieder dicht und regeneriert.
Mit der richtigen Pflege bleibt Ihr Rollrasen dauerhaft gesund, dicht und widerstandsfähig – fast wie ein grüner Teppich.