Deutscher Rollrasen Verband e.V.

Saatgut

Die Mitgliedsbetriebe des Deutschen Rollrasen-Verbands setzen bei der Produktion von Rollrasen ausschließlich auf hochwertiges, sorgfältig ausgewähltes Saatgut. Jede Rasenmischung besteht aus verschiedenen Grasarten und -sorten, die optimal auf den jeweiligen Verwendungszweck abgestimmt sind.

Für die Herstellung von qualitativ hochwertigem Fertigrasen werden mehrere sich ergänzende Grasarten kombiniert. Je nach späterem Einsatzbereich – etwa Spiel- und Freizeitflächen, Sportrasen, Trocken- oder Schattenlagen, Hockeyfelder oder Golfrasen  – werden die Sorten gezielt ausgewählt.

Dabei wird besonderer Wert auf Eigenschaften wie hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten, ein gleichmäßiges Erscheinungsbild in Farbe und Struktur sowie eine harmonische Blattbreite gelegt.

Zum Einsatz kommt ausschließlich zertifiziertes Saatgut, das hinsichtlich Reinheit, Feuchtigkeitsgehalt und Keimfähigkeit streng geprüft ist. Diese Qualitätsstufe ist im herkömmlichen Handel in der Regel nicht erhältlich.

Die Aussaat erfolgt in den spezialisierten Rasenschulen mit modernster Technik und höchster Präzision, um eine gleichbleibend hohe Qualität des Rollrasens sicherzustellen.

 

Gräser – Die Basis des Rasens

Von den rund 200 Gräserarten in Mitteleuropa haben sich 8 – 10 als Rasenpflanzen durchgesetzt. Sie besitzen einen so niedrigen Vegetationspunkt, dass er vom regelmäßigen, tiefen Schnitt nicht beschädigt wird. Aus ihm heraus bilden die Pflanzen immer neue Wurzeln, Blätter und Triebe und ersetzen so den ständigen Verlust von Blattmasse.

Aufgrund der verschiedenen Funktionen die Rasenflächen heute haben, unterscheiden wir vier Rasentypen: Zierrasen, Gebrauchsrasen, Strapazierrasen und Landschaftsrasen. Sie alle sind aus Mischungen unterschiedlicher Anteile von Grasarten wie Deutschem Weidelgras (Lolium perenne), Wiesenrispe (Poa pratensis), Rotschwingel (Festuca rubra spp.), Straußgras (Agrostis sp.), Schafschwingel (Festuca ovina) und wenigen anderen zusammengesetzt.

Rasentyp Anwendung Eigenschaften Pflegeansprüche
Zierrasen Repräsentationsgrün,

Hausgärten

Dichte, teppichartige Narbe aus feinblättrigen Gräsern, Belastbarkeit gering Hoch bis sehr hoch
Gebrauchsrasen Öffentliches Grün, Wohnsiedlungen, Hausgärten u.a. Belastbarkeit mittel, widerstandsfähig gegen Trockenheit Mittel bis hoch
Strapazierrasen* Sportplätze, Spielplätze, Liegewiesen, Parkplätze Belastbarkeit hoch (ganzjährig) Unterschiedlich
Landschaftsrasen Freie Landschaft, Rand-zonen an Verkehrswegen, Rekultivierungsflächen Hoher Erosionsschutz, widerstandsfähig gegen Trockenheit Gering
*) Als Strapazierrasen sind hier zusammengefasst die in DIN 18917 genannten Spiel- und Parkrasen, sowie die in DIN 18035 Blatt 4 ausgeführten Rasen für Sportstätten.